Kreislaufatemgeräte sind komplexe Geräte, deren korrekte Funktion von zahlreichen Komponenten abhängt. Bei Problemen ist es ratsam, die Ursache auf eine bestimmte Komponente einzugrenzen, bevor man den Kundendienst aufsucht. Ziel ist es, zu überprüfen, ob ein bestimmtes Problem auch mit verschiedenen Peripheriegeräten oder unterschiedlicher Elektronik im Atemkopf auftritt.
Bei analogen Systemen wird der Monitor – beispielsweise Petrel, Nerd oder ein LED-HUD – über ein Kabel direkt mit den Sauerstoffsensoren verbunden. Dieses Kabel kann einen 4-poligen AK-Stecker oder einen 7-poligen Fischer-Stecker verwenden und kann abgezogen werden oder ist fest verdrahtet (und somit nicht für den Benutzer zum Trennen vorgesehen).
Bei digitalen DiveCAN-Systemen ist jeder Monitor bzw. Controller (Petrel, Nerd oder LED-HUD) mit einer Platine im Rebreather-Kopf verbunden, die mit den Sauerstoffsensoren und anderen Komponenten (z. B. einem Magnetventil) kommuniziert. Die Verbindung zwischen Monitor und Kopfelektronik erfolgt üblicherweise über ein 5-poliges DiveCAN-Kabel (einige DiveCAN-Rebreather verwenden proprietäre Anschlüsse). DiveCAN-Köpfe benötigen eine eigene Stromversorgung (eine oder mehrere Batterien).
Weitere Informationen finden Sie im Artikel „Grundlagen der Elektronik von Shearwater-Rebreathern“.
Um das Problem effektiv zu beheben, versuchen Sie, es entweder auf die Handset-/HUD-Seite oder die Elektronik des Headsets einzugrenzen. Gelegentlich können beide Seiten betroffen sein; beispielsweise kann ein Leck in einem Fischer-Stecker die Verbindung sowohl zum Headset als auch zum Monitor beeinträchtigen.
Auch wenn die Isolation eine Herausforderung sein kann, ist ein erster praktischer Schritt, sich von einem Freund oder Tauchpartner ein anderes Rebreather-Gerät auszuleihen und das Handgerät/HUD zu tauschen. Dies hilft, die Fehlerquelle zu identifizieren. Funktioniert das geliehene Handgerät/HUD einwandfrei mit Ihrem Rebreather-Kopf, liegt das Problem höchstwahrscheinlich am Handgerät/HUD. Bestehen die Probleme hingegen auch mit dem anderen Handgerät/HUD weiterhin, ist vermutlich der Rebreather-Kopf defekt.
In analogen Systemen lassen sich abnehmbare Monitore (mit kompatiblen Anschlüssen) in der Regel zwischen verschiedenen Kreislauftauchgeräten austauschen, sofern diese den gleichen Anschlusstyp verwenden. Festverdrahtete Monitore bieten hingegen weniger Flexibilität bei der Isolation.
Die Fehlersuche kann bei Dual-DiveCAN-Systemen (separate Controller- und Monitor-Busse) komplexer sein. Sie können jedoch Erkenntnisse gewinnen, indem Sie Handgeräte/HUDs mit anderen Rebreathern tauschen oder Controller und Monitor des betroffenen Geräts vorübergehend vertauschen. In diesen Konfigurationen sind die beiden digitalen Seiten elektrisch voneinander getrennt, sodass Probleme in der Regel auf eine Seite beschränkt sind.
Bei Hybridsystemen mit einem digitalen DiveCAN-Controller und einem analogen Monitor können die Komponenten in der Regel nicht ausgetauscht werden. Testen Sie stattdessen andere Peripheriegeräte oder einen anderen Rebreather-Kopf.
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Verfasst von Jose Ventura, OEM-Spezialist für Shearwater Rebreather.
Titelbild von DIVEWELLS | © Carolina Wells
