„Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, die OC-Version des Shearwater NERD 2 zu testen. Das war ein wichtiger Test für mich, da ich mit einer Behinderung tauche und noch nicht die ideale Ausrüstung gefunden hatte. Ich habe nur einen Arm und muss, wie alle Amputierten, oft improvisieren.“
Ich besitze sowohl einen Computer für die Konsole als auch einen fürs Handgelenk, aber keiner von beiden ist optimal, und ich bin in meinen Möglichkeiten eingeschränkt. Die Konsole baumelt ständig herum, und ich muss sie immer wieder hochheben, um sie abzulesen – mit der Hand, die sonst Kompass, Lampe, Kamera, Boje und Fangbeutel halten würde.
Die Uhr ist super, wenn sie an ist, aber ich muss meinen Kumpel bitten, sie mir anzulegen. Ich kann keine Knöpfe drücken, bin also auf den von mir eingestellten Bildschirm beschränkt und kann keine Timer starten oder stoppen. Als mir ein Freund die NERD 2 empfahl, konnte ich es kaum erwarten, sie auszuprobieren.

Hier meine Erkenntnisse nach einem Tauchwochenende mit dem NERD 2:
- Es lässt sich direkt an meinen Regler anschließen und ich kann direkt hineinsehen, komplett freihändig. Es ist wie der Blick durch die Sehtestgeräte beim Optiker – gestochen scharfes und großes Display, obwohl das Gerät winzig ist.
- Der Hauptbildschirm für Sporttauchen zeigt mir Tiefe, Luftvorrat, Nullzeit, Zeit (verstrichen und Gesamtzeit) und Sicherheitsstopp übersichtlich an. Zum Umschalten zwischen Kompass- und Stoppuhranzeige genügt ein einfacher Druck auf die rechte Taste. Selbst mit Handschuhen war die Bedienung problemlos.
- Der Kompass ist der Hammer! Er ist viel besser als die beiden anderen, die ich vorher dabei hatte, und viel besser ablesbar. Und ich musste ihn nicht mehr ständig vor mir halten. Er ist schon perfekt positioniert.
- Alles andere. Das sind die Dinge, die mir gefallen und die nichts mit dem Einhandtauchen zu tun haben, aber trotzdem erwähnenswert sind: KI-Sender, Bluetooth-Downloads, schnelles USB-Laden, benutzerfreundliche Desktop-Software, Mehrgas-Fähigkeit und die technische Ausstattung, die mich für meine Ankunft dort bereithält.
Ich weiß, sobald ich alles eingerichtet habe, werde ich ein viel besserer Taucher sein. Und ich kann dann endlich meine Kamera halten! Wenn du ein adaptiver Taucher bist, kann ich dir nur wärmstens empfehlen, es auszuprobieren. Aber auch wenn nicht, probier es trotzdem!
