DiveCAN and AK 4-pin Cable Maintenance Guidelines

Wartungsrichtlinien für DiveCAN- und AK-4-Pin-Kabel

Die Kabel in einem Rebreather-System sind aufgrund ihrer exponierten Lage anfällig für Beschädigungen und somit anfällig für Abrieb, Stöße und Umwelteinflüsse. Dieser Leitfaden enthält wichtige Pflege- und Wartungstipps für zwei Kabeltypen, die in Shearwater-Produkten verwendet werden: DiveCAN-Kabel (digital, 5-polig) und AK-4-polige Kabel (analog, 4-polig).

Diese Kabel bestehen jeweils aus zwei Teilen: einem Stecker und einer Buchse (bzw. einer weiblichen Schottverschraubung), die für eine sichere Verbindung sorgen. Die Stecker und Buchsen können (und sollten) in bestimmten Fällen, z. B. für Wartungsarbeiten oder zur Fehlersuche, getrennt werden.

Diese Steckverbinder dienen dazu, Komponenten (wie Petrels, Nerds und LED-HUDs) im Bedarfsfall von Wartungs- oder Reparaturarbeiten vom Hauptkörper des Rebreathers zu trennen. Die Steckverbinder sind nicht für häufiges oder routinemäßiges Trennen vorgesehen und müssen während des Gebrauchs und der Lagerung verbunden bleiben.

Diese Steckverbinder sind robust und bieten bei sachgemäßer Pflege jahrelang zuverlässigen Betrieb. Um eine maximale Lebensdauer und optimale Funktion zu gewährleisten, beachten Sie bitte die folgenden Hinweise.

weibliche und männliche Steckverbinder


Die Steckverbinder dürfen nicht im nassen Zustand verbunden werden.

Bei DiveCAN-Anschlüssen dient einer der Pins der Stromversorgung, der andere der Erdung. Wird das System in Salzwasser (oder Süßwasser mit ausreichendem Mineralgehalt) betrieben, entsteht ein elektrischer Pfad, und die entstehenden chemischen Reaktionen korrodieren den Stromanschluss schnell. Die vierpoligen Anschlüsse führen zwar nicht die gleiche Spannung, sollten aber dennoch gleich behandelt werden. Falls DiveCAN-Anschlüsse mit Salzwasser in Berührung kommen, entfernen Sie die Batterie aus dem Handgerät, spülen Sie den Anschluss mit Süßwasser ab, lassen Sie ihn abtropfen und trocknen Sie ihn. Schmieren Sie ihn anschließend.

Schmieren Sie DiveCAN-Steckverbinder mit einer dünnen Schicht reinem Mineralöl oder einem dielektrischen Fett wie Molykote 111 oder Electrolube CG60. Sowohl nichtleitendes dielektrisches Fett als auch leitfähige Kontaktschmierstoffe wie Electrolube CG60 sind für die Verwendung mit DiveCAN-Steckverbindern geeignet. Der Schmierstoff dient primär dem Schutz des Steckverbinders beim Einstecken und gewährleistet ein reibungsloses Verbinden und Trennen. Bitte beachten Sie, dass diese Kontaktschmierstoffe nicht sauerstoffkompatibel sind und nicht in Hochdruck-Sauerstoff- oder sauerstoffangereicherten Gassystemen von Tauchausrüstung verwendet werden dürfen. Sie sind ausschließlich für die Verwendung in Steckverbindern vorgesehen. Gehen Sie vorsichtig vor, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden, und behandeln Sie die Schmierstoffe mit größter Sorgfalt.

Der elektrische Kontakt entsteht unabhängig davon, ob ein dielektrisches oder leitfähiges Schmiermittel verwendet wird. Es sollte nur eine sehr geringe Menge Schmiermittel aufgetragen werden – gerade so viel, dass die schwarzen Dichtflächen um jeden Pin herum glänzen. Zu viel Schmiermittel kann im Inneren des Steckers hydraulischen Druck erzeugen und die wasserdichte Abdichtung beschädigen. Ab 2025 wird neuen Petrel 3- und Nerd 2-Geräten eine kleine Ampulle CG60 mitgeliefert.

DiveCAN-Anschlüsse schmieren

Vor dem Zusammenstecken ist stets sicherzustellen, dass sowohl die weiblichen als auch die männlichen Anschlüsse frei von Verunreinigungen sind.

Fremdkörper wie Sand, Salzpartikel, Staub, Schmutz usw. können die ordnungsgemäße Funktion der Steckverbinder beeinträchtigen und möglicherweise zu Leckagen und/oder Beschädigungen der Stifte führen.


Beim Verbinden und Trennen von Kabelverbindern verwenden Sie zwei Hände, wobei Sie jeweils eine Hand an jeder Seite des Verbinders halten.

Dies ist die beste Methode, um eine optimale Unterstützung und Ausrichtung zu gewährleisten. Stellen Sie sicher, dass die Steckverbinder vollständig eingerastet sind und der Spalt zwischen den Enden minimal ist.

Kabel-zu-Kabel-Steckverbinder

Verwenden Sie stets die vom Hersteller Ihres Kreislaufgeräts empfohlene Zugentlastung.

Eine Zugentlastung verringert das Risiko, dass sich die Kabel während des Gebrauchs trennen und dadurch Korrosion erleiden. Es gibt drei Arten von Zugentlastungen: eine starre, eine flexible und eine JJ-CCR-Zugentlastung.

Die starre Zugentlastung wird verschraubt. Die Baugruppe besteht aus einem Innengehäuse, einer Außenkappe und zwei geteilten Kunststoffringen. Die Montageanleitung finden Sie weiter unten.

Starres Zugentlastungsset installiert

Die weiche Zugentlastung ist als Klemmverschluss ausgeführt. Diese Baugruppe besteht aus einem weichen Kunststoffgehäuse und zwei O-Ringen.

Montageanleitung für die weiche Zugentlastung:

1. O-Ringe vor dem Verbinden der Kabel einsetzen. 2. Den Kabelmantel über das Kabel stülpen und anschließend die O-Ringe an beiden Enden einschieben.

Die Zugentlastung im JJ-CCR-Stil wird auf den Kopf des Atemgeräts geschraubt. Sie besteht aus einem robusten T-förmigen Kunststoffkörper, der auf den Kopf des JJ-CCR-Rebreathers geschraubt wird. Die Montageanleitung finden Sie weiter unten. Hinweis: Diese Zugentlastung ist bei JJ-CCR-Geräten werkseitig vormontiert.

Zugentlastung im JJ-CCR-Stil

Die Zugentlastungsabdeckung von JJ ist korrekt am Zylinderkopf verschraubt.

Die Zugentlastung wird mit zwei Schrauben am Kopf des Rebreathers befestigt und verfügt über eine stabile Kunststoffkappe, die die korrekte Ausrichtung und sicheren Halt der Anschlüsse gewährleistet. Die Schrauben müssen nur so fest angezogen werden, dass die Kappe den Kopf berührt und die Schrauben fest sitzen; ein hohes Drehmoment ist nicht erforderlich.

Durch die Einhaltung dieser Richtlinien können Sie die Lebensdauer und Zuverlässigkeit dieser robusten Steckverbinder maximieren und so jahrelange zuverlässige Leistung gewährleisten.

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Der Originalartikel wurde von Rob Edward vom Shearwater Asia Pacific Service Centre in Neuseeland verfasst und 2025 von Jose Ventura von der Shearwater-Zentrale in Kanada aktualisiert.